WER VERSTEHT DAS SCHON?©

 

WER VERSTEHT DAS SCHON?©

Das Ziel der partizipativen Kunst-Aktion WER VERSTEHT DAS SCHON?© ist es, mit den Mitteln der Lyrik einen Raum der Begegnung zu schaffen: für Menschen internationaler bzw. deutscher Herkunft und Sprache, für Geflüchtete und Migrant_innen sowie locals.

Ausgangspunkt für die Kunst-Aktion waren die kriegerischen Auseinandersetzungen in Syrien 2012. Seit den großen Fluchtbewegungen in 2015 schließlich hat das Projekt mittlerweile Menschen aus 20 Ländern in mehr als 15 Sprachen für die Teilnahme gewinnen können. In mehr als 20 Veranstaltungen kamen sie buchstäblich zu Wort.

 

BESCHREIBUNG

Geflüchtete und Migrant*innen werden auf den ersten Blick häufig nur hinsichtlich ihrer mangelnden Sprachkenntnisse oder ihres fremdartigen Habitus wahrgenommen.

WER VERSTEHT DAS SCHON?©

ermöglicht es Geflüchteten und Migrant*innen, sich als Personen in ihrer Ganzheit vorzustellen, mit allem, was zu ihnen gehört, auszudrücken: Ihren Muttersprachen, ihren Erfahrungen und Träumen. Mit den selbstgeschriebenen Gedichten gestalten sie die mehrsprachige Vielfalt der deutschen Gesellschaft mit.

In der deutschen Gesellschaft etablierte Menschen wiederum bekommen mit diesen ‘fremdsprachigen’ Gedichten die Chance … irritiert zu werden: In der Konfrontation mit ihnen erleben sie nicht nur symbolisch, wie sie auf ihr eigenes Unvermögen punktuell zurückgeworfen werden, so dass sie sich fragen müssen: WER VERSTEHT DAS SCHON? Übersetzungen sind nötig. Begegnung mit Anderen, Fremden wird nach und nach möglich.


WER
VERSTEHT DAS SCHON?

ist nach solcher sprachlichen und ästhetischen Bewegung und Begegnung im besten Fall keine rein rhetorische Frage mehr.


Sprachen der Gedichte und Herkunftsländer der Autor*innen:
Arabisch/ Syrien, Sudan und Irak, Farsi/ Iran, Dari/Afghanistan, Türkisch, Chinesisch, Englisch/ Indien,
Irland und England, Litauisch, Portugiesisch/ Brasilien, Rumänien, Ungarisch/ Rumänien, Polnisch, Ukrainisch,
Russisch, Siebenbürgisch-Sächsisch/ Rumänien, Akan/ Ghana, Spanisch/ Peru und Spanien, Hindi/ Indien,
Paschtu/ Afghanistan (Stand November 2017)

Ein Plakat bleibt blanko. Es steht für jene, die unsichtbar bleiben müssen, weil sie nicht (hier) sein dürfen. Es steht für jene, die in den Schlepper-LKWs erstickt sind, für jene, die im Mittelmeer ertrunken sind.

Formate:

Wanderausstellung auf LKW-Plane und Papier
Lesungen
Mehrsprachige Schreib-Workshops WER VERSTEHT DAS SCHON?©

 

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Stationen der Wanderausstellung & mehrsprachige Lesungen/ Referenzen:

2018:

ab 20. Februar bis 12. März 2018: Deutsches Kulturzentrum Timisoara/ Temeswar

ab 23. März 2018 Deutsches Kulturzentrum Brasov / Kronstadt

ab 25. April 2018 Stadtteilbegegnungszentrum Rostock-Toitenwinkel

Mai bis Juli 2018: Kirchenburgen in Trappold/ Apold und Zeiden/ Codlea (in Planung)

Herbst 2018: Halle und Hermannstadt/Sibiu in Rumänien (in Planung)

2017

EXIL Osnabrücker Zentrum für Flüchtlinge und Stadt Kulturamt Osnabrück/ Kulturnacht, Stadtbibliothek Osnabrück

2016

„DEMOKRATIE LEBEN. Partnerschaft für Demokratie“ des Ministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, bei der Stadt Rostock

Stadt Dormagen Integrationsbeauftragte und Stadtbibliothek

Stadt Stralsund Gleichstellungsbeauftragte

2016 und 2014 Akademisches Auslandsamt (heute Rostock International House) der Universität Rostock

2016 und 2014 Eine Welt Mecklenburg-Vorpommern e.V. und Stadt Güstrow Uwe-Johnson-Stadtbibliothek

2015

SPD-Landtagsfraktion Mecklenburg-Vorpommern Schwerin

Internationales Begegnungszentrum der Universität Rostock

ESG Evangelische Studierendengemeinde / Nordkirche Hamburg

Stadt Stralsund vhs

2014

Kommunale Gewaltprävention Stadt Rostock, LAG-Soziokultur Mecklenburg-Vorpommern und migra e.V. Rostock

Ministerium für Arbeit und Soziales und Kunsthalle Rostock: im Rahmen der Ausstellung YES WE‘ RE OPEN

FUSION-Festival in Lärz und SOBI Soziale Bildung e.V. Rostock

Frauenkulturverein Die Beginen e.V. Rostock

2012

6. Filmfest Wismar und Kinderfilmfest Wismar

LyrikPark Hildesheim